Werkstoffe und Interaktion

UMSICHT im TV

 

Wer es am 16. Januar nicht live im WDR gesehen hat: Drei Forschungsfelder von uns wurden in der Lokalzeit Ruhr vorgestellt. Der vier-Minuten-Beitrag gibt kurze Einblicke in die Themen Haptik, Ledergerbung und Methanhydrate. In der Mediathek kann alles noch bis zum 22. Januar angeschaut werden.  

http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/rueckschau/2012/01/16/lokalzeit_ruhr.xml?noscript=true&offset=395&autoPlay=true&#flashPlayer

Sichere Retrofit-LED-Röhren

Rasit Özgüc beim Austausch der Leuchtstoffröhre gegen eine LED-Röhre

Leuchtstofflampe raus, LED-Lampe rein, fertig

Auf was kommt es Ihnen bei Retrofit-LED-Röhren an?

Retrofit-Lampe bedeutet für uns, dass keinerlei Veränderung der Funktion bzw. Modikation der Funktionseinheiten der Leuchte notwendig sein dürfen. Dazu zählt für uns auch der Starter. Allerdings wird in der IEC 62560 im Anhang C der Einsatz eines LED-Starters ermöglicht. Hierbei ist aber zwingend vorgeschrieben, die Stromversorgung vorher abzuschalten. Warum? Der Einsatz eines LED-Starters ist eine grundsätzliche Veränderung der Schaltung einer Leuchte für Leuchtstofflampen. Dies kann gewisse Gefährdungen für den Monteur mit sich bringen (Weitere Details hierzu in der Ausgabe 12/2011 vom Elektropraktiker http://www.elektropraktiker.de/nc/fachinformationen/fachartikel/?details=75873).
Da wir die Plug & Play Technik entwickelt haben und diese die Funktion unter einem LED-Starter, konventionellem Bimetallstarter, elektronischem Starter, etc ermöglicht und zusätzlich den aktuellen Normen entspricht, bekommen die Produkte mit unserer Technologie das GS-Zeichen (http://www.zls-muenchen.de/de/left/zustaendigkeitsbereich/gs-zeichen/gs-zeichen-ix.htm  ).

Vorteile mit unserer Technologie:
- kein Elektrofachpersonal für den Austausch notwendig, da laiengerecht
- keine Abschaltung der Stromversorgung notwendig und somit keine Betriebsunterbrechungen
- jederzeit die Möglichkeit wieder eine Leuchtstoffröhre einzusetzen, ohne daran denken zu müssen, dass der Starter mit ausgewechselt werden muss (ein Laie kann das nicht beurteilen)
- keine Kurzschlussgefährdung, beim Einsetzen einer Leuchtstoffröhre, weil vorher in der Verdrahtung nichts verändert werden brauchte.

Fazit: Elektrotechnische Laien können Gefahren beim Einsatz von elektrotechnischen Erzeugnissen nicht erkennen und beurteilen, welche Gefahren entstehen können. Bei Lampen mit unserer Entwicklung braucht man nicht auf die Sicherheit verzichten und somit sind diese Lampen für uns 100% Retrofit.

Weitere Links:

http://www.baua.de/de/Presse/Pressemitteilungen/2011/02/pm007-11.html?nn=664262

http://www.esti.admin.ch/files/estimitteilungen/bull10_10_LED_D.pdf

Veranstaltungstipp: Nachhaltigkeit bei uns um die Ecke!

Mit Kapuzinerkresse gegen Schädlinge? 140 Liter Wasser, um 1 Tasse Kaffee herstellen zu können? Nachhaltigkeit betrifft uns alle. Weltweit. In Deutschland. Im Ruhrgebiet. Gut, dass es in der Umgebung schon viele Menschen gibt, die sich für nachhaltiges Denken und Handeln einsetzen, Projekte anstoßen und sich aktiv engagieren. Aber es könnten noch mehr sein! Am 25./ 26. November laden lokale Nachhaltigkeitsakteure (Biologische Station Westliches Ruhrgebiet, BUND,  die lokale Agenda Oberhausen, NABU, verdi) und Fraunhofer UMSICHT Sie zum Zuhören, Diskutieren und Mitmachen ein. Vorträge zum Thema “Nachhaltigkeit in der Stadt” und “Nachhaltigkeit in der Natur”, eine Podiumsdiskussion und zwei Exkursionen bieten an zwei Tagen ein abwechslungsreiches Programm; mit viel Freiräumen zum direkten Austausch oder zum stillen Staunen.  

Veranstaltungsort: Fraunhofer UMSICHT, Osterfelder Str. 3, 46047 Oberhausen

Tag 1 (25. Nov.) | 16-19 Uhr | danach gemütlicher Ausklang im Hotel Veritas

Tag 2 (26. Nov.) | 10-12.30Uhr | danach Exkursion (ca. 1,5 Stunden)

Das volle Programm zum Download: NachhaltigkeitInStadtundNatur

Die Teilnahmegebühr (inkl. Getränke und Imbiss) beträgt 15 € für beide Tage, 10 € bei Teilnahme an nur einem Tag. Anmeldungen sind noch bis zum 18. November unter folgendem Link möglich: http://www.umsicht.fraunhofer.de/de/messen-veranstaltungen/2011/nachhaltigkeit-stadt-region/anmeldeformular.html

Auf der Suche nach dem “Normfinger”

Dass jeder Mensch über einen charakteristischen Fingerabdruck verfügt, ist für die Kriminalistik ein Segen. Auf der Suche nach dem “Normfinger” kann dies jedoch schnell zu einer großen Herausforderung werden. Aber wozu brauchen wir überhaupt einen solchen “Normfinger”? Da wir es uns zum Ziel gesetzt haben, Haptik messbar und somit objektiv bewertbar zu machen, benötigen wir geeignete normierte Messsysteme, die jedoch über Eigenschaften des menschlichen Fingers wie z.B. Fingerrillen und Elastizität verfügen müssen. Momentan nähern wir uns der Lösung experimentell und führen tribologische Test und Replikationsversuche durch, sehr zur Freude der Büronachbarn, die die wachsende Zahl der rechten Zeigefinger auf meinem Schreibtisch mit gemischten Gefühlen betrachten. Es bleibt spannend!

GANZ SCHÖN DUFTE!

Ganz schön dufte!Am 15. September ab 14:00 Uhr geht es bei uns ums Riechen, um die Herstellung von Duftstoffen und um unser Projekt »Geruchsinduziertes Erkennen kritischer Risse«. Einfach reinschnuppern und erfahren, wie das Riechen unser Leben bestimmt, wie Düfte hergestellt und Risse in Kunststoffen künftig durch Geruch detektiert werden können.

Die Teilnahme ist kostenfrei, denn UMSICHT feiert mit dem Workshop die Wahl zum »Ausgewählten Ort 2011«.

Das Gästespektrum ist offen. Das Programm ist für Schülerinnen und Schüler ab der Oberstufe geeignet. Um Anmeldung bis zum 8.9.2011 wird gebeten. Am einfachsten geht das via online-Formular unter http://www.umsicht.fraunhofer.de/de/messen-veranstaltungen/2011/ganz-schoen-dufte/anmeldeformular.html

Ich freue mich auf zahlreiches Erscheinen :)

Haptikforschung im Ruhrgebiet

 Acht Minuten hören, um das Fühlen zu verstehen: DRadio Wissen hat bei uns und beim Leibniz-Institut für Arbeitsforschung in Dortmund nachgefragt, was das Ruhrgebiet im Bereich Haptikforschung zu bieten hat. Vom ersten Konsumenteneindruck zur wissenschaftlichen Erkenntnis: 

http://wissen.dradio.de/haptik-fuehlt-sich-gut-an.35.de.html?dram:article_id=10279

Sneak-Preview sustainnovate

Open Innovation in Forschung und Entwicklung? Das funktioniert nicht nur im Software-Bereich! Denn warum sollten Forscher und Produktentwickler nicht von den Fähigkeiten und Kenntnissen außerhalb von Unternehmensgrenzen profitieren? Schnelles Vernetzen, unkompliziert Projekte starten und Kreativitätspotenziale der Gruppe optimal nutzen: Das Web 2.0 macht all dies möglich. Bleibt noch die Entscheidung, wann offenes Kommunizieren zielführend ist und wann Projekte besser im geschlossenen Kreis ablaufen sollten: Urteilen Sie am besten selbst und initiieren Sie ein erstes Projekt auf www.sustainnovate.eu, damit Sie zum offiziellen Kick-Off der Plattform vorne mit dabei sind.

Soft-Touch = ???

Was ist eigentlich “Soft-Touch”? Ein Marketing-Modewort? Oder ein genormtes Qualitätsmerkmal? In jedem Fall ist das Wort ein guter Aufhänger für eine sehr spannende Diskussion unter Designern aus verschiedenen Branchen. Ergänzend zur Powerpoint Präsentation hatte ich jede Menge Materialmuster im Gepäck: Lackmuster (für Holz, Metall, Kunststoff und sogar für Fingernägel), beschichtetes Papier und Spritzgussmaterialien. Aus Hersteller-Sicht steckt in all diesen Proben Soft-Touch drin, doch die Empfindungen in der ruhrdesigner-Runde gingen weit auseinander. Statements reichten von ”Soft-Touch ist, wenn ich den Fingernagel reindrücke, und die Oberfläche gibt nach” bis “Soft-Touch ist eine samtige Oberfläche, die etwas stoffähnliches hat”. Andere kannten das Wort “Soft-Touch” gar nicht aus dem Bereich der Oberflächenhaptik, sondern nur aus der Mechanik: Wenn man einen Schalter oder eine Bedienoberfläche leicht berühren muss, um eine Reaktion auszulösen, dann sei es Soft-Touch. Einig waren wir uns in der Runde von 16 Designern am Ende nicht, was nun genau den beliebten Soft-Touch-Effekt ausmacht. Produktbeispiele kannte hingegen jeder mehr als genug. Smartphone-Schutzschalen wurden im Laufe der Diskussion auf den Tisch geworfen, alle mit einem Soft-Touch Lack überzogen. Zu Tage kamen dabei auch die Negativaspekte: Beschichtungen verflüchtigen sich nach wenigen Wochen, schlechte Reinigungsfähigkeit und große Kratzempfindlichkeit sind inklusive. Ähnlich kontrovers stellt sich das Thema Soft-Touch wissenschaftlich dar: Ein einheitlicher Standard wurde bisher nicht definiert. Aus Herstellersicht müssen Brücken zwischen Kundenzielgruppe und Produktentwicklung aufgebaut werden, um die Empfindung der Konsumenten in werkstoffspezifische Kriterien zu übertragen. Mit Hilfe des Haptikversuchsstands beschäftigen wir uns bei Fraunhofer UMSICHT mit genau solchen Themen.  

Fotos zu der Veranstaltung im unperfekthaus gibt’s unter http://www.ruhrdesigner.de/aktuelles/

Einladung: Haptik-Vortrag bei den ruhrdesignern

 Am 31. März 2011 halte ich bei den ruhrdesignern in Essen einen Vortrag zum Thema “Erforschung der haptischen Interaktion Mensch + Werkstoff”. Die Veranstaltung beginnt um 19.30Uhr und findet im Unperfekthaus statt. Input gebe ich allgemein zu dem Bereich Haptik-Design (wo wird es eingesetzt und warum?) und wie wir bei Fraunhofer UMSICHT daran forschen und entwickeln. Anschließend freue ich mich auf spannende Diskussionen und gutes Networking.

Nährere Infos zu der Veranstaltung: http://www.ruhrdesigner.de/ 

Fraunhofer-Allianz autoMOBILproduktion auf der Z 2011

Haptikversuchsstand auf der "Z" in Leipzig

20.800 Fachbesucher lockte die diesjährige “Z – Die Zulieferermesse” nach Leipzig. Die Fraunhofer-Allianz autoMOBILproduktion stellte sich dort erstmals dem Fachpublikum vor. Auf insgesamt 150 m² zeigten sieben Fraunhofer-Institute Innovationen für die Fahrzeugherstellung, die insbesondere auf eine generelle Materialreduzierung, auf die Nutzung recyclebarer und längerfristig verfügbarer Werkstoffe sowie auf die Entwicklung ressourcensparender Technologien zielen. 

Fraunhofer UMSICHT präsentierte den interaktiven Haptikversuchsstand und trat mit dem Thema “Haptik polymerer Oberflächen” in einen spannenden Dialog mit den Messebesuchern. Die Qualität des Interieurs erlebt der Kunde schließlich nicht nur mit dem Auge, sondern insbesondere mit seinen Händen. Darin waren sich alle einig. Die Erstellung eines haptischen Anforderungsprofils an die verwendeten Materialien und Oberflächen ist das Ziel aktueller Forschung bei Fraunhofer UMSICHT.

Die Fraunhofer-Allianz autoMOBILproduktion wurde Mitte 2010 gebildet und umfasst insgesamt 17 Institute. Mehr Informationen über Verbundaktivitäten unter www.automobil.fraunhofer.de